Kill your Darlings [6]

Viel unangenehmer ist es, wenn sie meint, mich loben zu müssen. Ihre Stimme bleibt dann in behäbiger Selbstzufriedenheit in ihrer angestammten Tonlage sitzen, und es kommt mir so vor, als würde ich einfach einer willkürlichen Laune ausgesetzt werden und etwas abbekommen, das mit mir in keinerlei Verbindung steht. Schlimmer ist nur noch, wenn sie wieder mit ihrem Haubenkoch anfängt. Es liegt dann fast schon etwas Liebliches in ihrer ansonsten herben Stimme. Und in ihren Augen liegt eine perverse Art von Verzückung, die mich anekelt, genauso wie eine abgründige Traurigkeit, die ein klebriges Mitgefühl in mir hochsteigen lässt.

Kill your Darlings [4]

Ich schlürfe durchs Haus oder lege mich auf den Wohnzimmerboden. Und manchmal gehe ich auch in den Keller, denn wenn ich den Kopf durchs Kehrtürchen hindurch in den Kamin stecke, habe ich nicht selten den Eindruck, dass mir nicht nur Ruß in die Augen rieselt, sondern auch ein Hauch von Tageslicht auf die Wangen fällt.

12 Dinge

Es gibt zwölf Dinge, die ich nicht beherrsche. Ich werde sechs nun einfach aufzählen:

(1) Rechschreibung

(2) Germknödel machen.

(3) Nicht ständig irgendwelche Sachen verlieren.

(4) Mit fremden Leuten in Kontakt treten.

(5) Mit Leuten, die ich kenne in Kontakt bleiben.

(6) Früh schlafen gehen.

Die Dinge sieben bis zwölf will ich nicht verraten. Um Dich hinsichtlich dieser Dinge aber nicht vollkommen im Dunkeln tappen zu lassen zumindest so viel:

Zusammen mit den eben genannten Dingen zeichnen sie ein durchaus kohärentes, wenn auch wenig schmeichelhaftes Bild von mir.